Entwurf einer Mediathek

16 Apr
16. April 2013

Während meines Praxissemesters half ich bei Kalhoefer-Korschildgen Architekten in Köln, Entwürfe und Konzepte für eine Mediathek in Arnsberg zu erstellen. Diese ist als Erweiterung eines unter Denkmalschutz stehenden Hauses geplant, dass sich im Sauerland-Museum befindet. In diesem so genannten »Blauen Haus« soll nach den Umbaumaßnahmen die Verwaltung des Museums untergebracht werden. Für verschiedene Treffen mit den Bauherren erstellte ich 3-D-Visualisierungen, um die Konzepte besser verdeutlichen zu können. Wie man an den Zeichnungen und Renderings erkennen kann, veränderten sich das Aussehen und das Raumkonzept des Bauwerkes in den sechs Monaten mehrmals. Gegen Ende meines Praktikums bildete sich die endgültige Form heraus.

 

Mediathek

Mediatheken sind um digitale Angebote erweiterte Bibliotheken und durch modernste anwendungsorientierte Technologien gekennzeichnet. Die Architektur und das Erscheinungsbild der Mediathek des Hochsauerlandkreises muss ein Spiegel der neuen Möglichkeiten sein. Aus diesem Grund sind wir auf die Idee gekommen, mithilfe von QR-Codes zusätzliche Inhalte für mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen. Diese wären auf einem Internetauftritt gespeichert und könnten dort geändert und aktualisiert werden.

QR-Code

(engl. Quick Response, „schnelle Antwort“) QR-Codes lassen sich mit der Kamera erfassen: Mobile Tagging. Eine entsprechende Software entschlüsselt den Code und leitet direkt auf dieverknüpfte Webseite. Komplexe Inhalte lassen sich einfach als Botschaft formulieren, ergänzt um den QR-Code kann der User auf umfassende und erweiterte Inhalte im Internet zurückgreifen. Die notwendige Software ist kostenlos verfügbar und vielfach auf Endgeräten bereits vorinstalliert.

Gasse und Raumkörper

Die Arnsberger Altstadt ist durch die Variation von Weite und Enge geprägt wobei Enge nicht negativ, sondern als unverwechselbares Kennzeichen und als Voraussetzung der räumlichen Qualität einer Altstadt verstanden werden mus. Der Entwurf nutzt das am Ort vorhandene Thema und entwickelt die Typologie der Gasse weiter. Diese differenziert die historische Substanz und die moderne Erweiterung. Die Form der Mediathek ist unprätentiös, schlicht und aus den inneren und äußeren Notwendigkeiten von Differenzierung und Belichtung abgeleitet. Sie kommt ohne laute Aufbauten aus und ordnet sich räumlich den Gegebenheiten unter.
Der Innenraum, durch quadratische Öffnungen und den Spalt oberhalb der Museumshofmauer belichtet, garantiert ein offener Grundriss maximale Flexibilität.

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