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Contour Crafting

06 Mai
6. Mai 2013

Ges­tern habe ich mich mit einem Bekann­ten über 3D-Drucker unter­hal­ten und dar­über, womit man inzwi­schen alles dru­cken kann. Mehr durch Zufall sind wir auf den Werk­stoff Beton gekom­men und nach eini­gen Recher­chen im Inter­net bin ich auf Con­tour Craf­ting gestoßen. Dr. Beh­rokh Khosh­ne­vis hat zusam­men mit dem Unter­neh­men Coun­ter Craf­ting einen gro­ßen 3D-Drucker ent­wi­ckelt, mit dem es mög­lich sein soll ganze Häu­ser zu dru­cken. Im gro­ßen und gan­zen läuft der Vor­gang des Dru­ckens nicht anders ab als mit einem “nor­ma­len” 3D-Drucker. Außer natür­lich, dass statt ABS dick­flüs­sige Bau­ma­te­ria­lien wie Beton oder Lehm ver­wen­det wer­den und der Maß­stab des Dru­ckers wesent­lich grö­ßer ist.

Laut dem Unter­neh­men ist es mög­lich ein Haus in ca. 24 Stun­den zu dru­cken. Aller­dings habe ich bis­her noch keine genauen Anga­ben fin­den kön­nen. Inter­es­sant wären genauere Infor­ma­tio­nen zur Druck­ge­schwin­dig­keit etwa in m3 Beton pro Stunde und zur Däm­mung des Gebäu­des sowie zur Trag­fä­hig­keit des ver­wen­de­ten Mate­ri­als. Die Decke bzw. das Dach des Gebäu­des beste­hen aus Fer­tig­tei­le­men­ten, die anschlie­ßend mit Beton ver­füllt wer­den. Die Tür– und Fens­ter­stürze beste­hen eben­falls aus Fertigteilen.

Mei­ner Mei­nung nach wäre das Haus aus dem Rech­ner ein wei­te­rer Schritt in die rich­tige Rich­tung. Vor­aus­ge­setzt die Tole­ran­zen beim Druck sind gering genug und die Tech­nik ist sta­bil genug für einen Ein­satz in die­ser Grö­ßen­ord­nung. Bei mei­nem 3D-Drucker ist es schon ner­vig, wenn er Schritt­ver­luste hat und den Druck über das Druck­bett ver­teilt. Das möchte ich bei schnell­trock­nen­dem Beton lie­ber nicht erleben.

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